Bücher von Eva Brenner:

ANPASSUNG ODER WIDERSTAND. Freies Theater heute. Vom Verlust der Vielfalt

ISBN 978-3-85371-364-8, br., Fotos, ca. 240 Seiten, ca. 19,90 Euro

Mit Beiträgen von: Marlene Streeruwitz, Gerhard Ruiss, Ulf Birbaumer, Clemens K. Stepina, Walter Baier, Richard Schechner, Birgit Fritz, Hubsi Kramar, Ula Schneider, Josef Szeiler u. a.

Die engagierte Wiener Theatermacherin Eva Brenner versammelt namhafte AutorInnen zu einer kritischen Durchsicht der aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen in der sogenannten „freien“ Theaterlandschaft Wiens. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Jahren rund um die „Wiener Theaterreform“ 2003, die eine Trendwende herbeigeführt hat. Mit diesem Buch liegt die erste grundsätzliche Auseinandersetzung mit diesem kulturpolitischen Tabubruch vor, der 2013 von der Stadtregierung für „erfolgreich beendet“ erklärt wurde.

Die „Wiener Theaterreform“ mit ihrem Schlachtruf „Weniger ist mehr!“ markiert einen Paradigmenwechsel in der Wiener Kulturpolitik, die damit bewusst von einer basisdemokratisch orientierten Theaterlandschaft abrückte und eine (nicht offen deklarierte) neoliberale Umstrukturierung im Sinne einer postulierten Effizienzsteigerung durchführte. Strikte bürokratische Evaluierungs-, Controlling- und Ranking-Maßnahmen bestimmen seither das Terrain. Die traditionelle sozialdemokratische Vergabepolitik öffentlicher Gelder wurde mit dem Begriff „Gießkannenprinzip“ diskreditiert, Vielfalt und Partizipation durch die Förderung marktkonformer Produktionen ersetzt.

Hierarchische Reglements nach EU-europäischen Mustern führten zur Auflösung von Ensembles und Schließung von Theaterräumen. Dazu gehören auffällig viele kleinere, feministische, interkulturelle, nonkonformistische und basisorientierte Gruppen, die international aktiven, Festival-kompatiblen und post-dramatischer Ästhetik verpflichteten Formationen Platz machen mussten.

Mit der Umverteilung öffentlicher Fördermittel von unten nach oben haben – ähnlich wie in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung – ungehemmte Marktkräfte in der Domäne von Kunst und Kultur Einzug gehalten. Die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz bezeichnet dies in ihrem Vorwort als „Kulturrevolution von oben“.

„Anpassung oder Widerstand“ ist ein mutiges Buch, das die Debatten über den (Un-)Sinn neoliberaler Usurpation öffentlich-rechtlicher Räume in den Mittelpunkt stellt.

 

Den Bruch wagen. Texte von und über Peter Kreisky

ISBN: 978385476-598-1, Abbildungen, 253 Seiten

Mit akzentuierter Wachstums- und Atomenergiekritik ­forderte Peter Kreisky radikal-demokratische Politikansätze für die Zukunft, die aktueller sind denn je. Die Zusammenschau Kreiskyscher Texte zu Politik und Zeitgeschichte mit elf be­gleitenden Beiträgen aus heutiger Sicht rücken Peter ­Kreiskys visionäres Denken und Handeln an den Rändern ­linker Bewegungen, seinen Kampf gegen Rassismus, Sexismus, Fundamentalismus in den Fokus und lassen Umrisse einer politischen Theorie erkennen.
Der Sammelband – AutorInnen sind u. a. Irmtraut Karlsson, Oliver Rathkolb, Walter Baier, Michael Genner – erlaubt in Zeiten des politischen Übergangs und der großen Ratlosigkeit einen neuen Blick auf den »permanenten Aktivisten«, Sozialwissenschaftler, Brückenbauer und Querdenker.
Das Vorwort stammt von Europapolitiker Hannes Swoboda. Wegbegleiter und KZ-Überlebender Rudi Gelbard erinnert an das Denken und Handeln des oft unterschätzten linken Vor­kämpfers.

Artikel von Eva Brenner (Auswahl):

VS_S_38_40: Die Menschen stehen nicht auf festem Boden. Gespräch mit dem Maler und Kulturphilosophen Leander Kaiser. Von Eva Brenner. Volksstimme Februar 2020

VS_2019-11_Seite_40-42: „Theater der produktiven Widersprüche“, Erinnerungen an Heiner Müller. Volksstimme 11/2019

VS_2019-02_Seite_39-41: „Das Ziel ist mir nichts, die Bewegung ist alles“ über Ihre Eindrücke zum 100jährigen Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Volksstimme Februar 2019

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